Pflegestelle werden

Wenn du dich aktiv im Tierschutz engagieren möchtest und einem Hund aus dem Tierheim den Start in ein neues, schönes Leben ermöglichen willst, kannst du dies als Pflegestelle tun. Pflegestelle sein ist eine wunderbare, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe. 

Als Pflegestelle bist du meist das erste Zuhause, das der Hund kennenlernen darf. Du begleitest den Hund die erste Zeit in Deutschland und gewöhnst ihn behutsam an das Leben hier und im Haus. Die meisten Hunde sind noch nicht stubenrein, kennen kein Laufen an der Leine, kein Fahren im Auto, keine Haushaltsgeräusche und oft auch keine Treppen usw.

Als Pflegestelle solltest du also Zeit, Geduld und Verständnis mitbringen, sodass dein Schützling alles in Ruhe lernen kann. Ein bereits vorhandener und sicherer Hund hilft den „Pflegis“ oft als Orientierung – ein Ersthund ist aber nur selten ein Muss. 

Wirklich notwendig ist dagegen aber natürlich die Zeit und Energie, die für einen Pflegehund vorhanden sein muss. Da sich die Hunde sehr schnell an ihre Pflegefamilie binden und sie es meist gewohnt sind stets im Rudel zu sein, sollten sie angekommen auf der Pflegestelle nicht von Anfang an stundenlang alleine gelassen werden. Außerdem sollte die Möglichkeit bestehen, den Hund am Tag der Ankunft aus Rumänien auch einige Kilometer entfernt am Haltepunkt des Transports abzuholen. 

Die Vermittlung der Hunde kann von wenigen Tagen bis zu einigen Monaten dauern. Deshalb sollte ein Pflegestellenangebot in der Regel nicht zeitlich begrenzt sein. Die Hunde sind über den Verein versichert und auch die Tierarztkosten sind nach Absprache gedeckt. Futter und die Hundesteuer werden hingegen von der Pflegestelle getragen. Genauso wie Equipment (Leine, Körbchen, etc.), abgesehen vom Sicherheitsgeschirr, das der Hund tragen muss und das wir zur Verfügung stellen. Wir stehen mit Rat und Tat zur Seite, beantworten Fragen und freuen uns über einen regen Austausch. 

Ist der Pflegehund bereit für die Vermittlung, stellen wir ihn online auf diversen Kanälen vor, benötigen dafür aber ansprechende Fotos, Videos und detaillierte Beschreibungen des Hundes von der Pflegestelle. Sobald ein Pflegehund vielversprechende Anfragen erhält, stellen wir einen Kontakt zwischen Pflegestelle und Interessenten her, damit ein Kennenlerntermin vereinbart werden kann. Bei diesem Termin kann sich die Pflegestelle ein Bild der Interessenten machen und anschließend auch mitentscheiden, ob es zu einer Vermittlung kommen soll. An dieser Stelle arbeiten wir eng mit den Pflegestellen zusammen und überlegen gemeinsam, ob es sich um das richtige Zuhause handelt oder nicht. Auch eine anschließende Vorkontrolle der Interessenten kann in den Aufgabenbereich der Pflegestelle fallen, falls dies umsetzbar ist. 

Pflegestellen sind für die Notfellchen Sprungbretter ins Glück und falls man nicht gerade zum sogenannten „Pflegestellenversager“ wird und den Hund doch selber adoptiert, kann man oft nicht mehr aufhören, dieser wertvollen Aufgabe nachzukommen. Mit einem lachenden und weinenden Auge übergibt man so liebenswerte Hundeseelen in ihr eigenes Zuhause und erfreut sich meist noch lange an dem Kontakt zum neuen Zuhause, verbunden mit dem Erhalt von Fotos und Videos des nun so glücklichen Schützlings. 

Hast du Fragen zum Thema Pflegestelle? Wir freuen uns diese zu beantworten. Möchtest du dich als Pflegestelle anbieten? Dann freuen wir uns über eine aussagekräftige E-Mail von dir mit einer Beschreibung deiner Lebensumstände und deiner Hunderfahrung. Auch eine ausgefüllte Selbstauskunft wäre direkt sehr hilfreich. 

Wir beraten gerne, welche Hunde in die vorhandenen Lebensumstände (Haus, Wohnung, Stadt, Land, Kinder, Katzen etc.) passen könnten.